High Tech made im Ländle
Posted on November 14th, 2011 in In eigener Sache | No Comments »
Kennt Ihr das eigentlich auch noch? Dieses schöne Gefühl, ganz überraschend etwas Neues, Spannendes, Faszinierendes zu erleben? Wir hatten das heute mal wieder – und es war klasse! Wir haben nämlich erfahren, wo die NASA einkauft, warum man im ICE3 jetzt dem Lokführer bei der Arbeit zusehen kann und wie schwäbische Präzision zu Weltruf gelangen kann. Aber von Anfang an:
Erwartet hatten wir bei unserem langjährigen Kunden Friedrich Lütze GmbH & Co. KG eine eher technisch trockene und komplizierte Betriebsführung am Hauptsitz in Weinstadt – mit viel Volt und Watt und gefühlten (Ampere-)Stunden Dauer. Immerhin stellt Lütze über 5.000 unterschiedliche Komponenten für die Maschinen- und Anlagenbautechnik sowie die Bahn her und veredelt Kabel, Stecker und sonstige Bestandteile der Leitungstechnik – übrigens mit einem exzellenten Ruf in der Branche als innovativer und qualitativ sehr hochwertiger Entwickler und Lieferant im Bereich elektronische und elektrotechnische Komponenten für die Automatisierung.
Bekommen haben wir stattdessen von Klaus Günther, Leiter Industrial Engineering bei Lütze, einen irre spannenden Einblick in moderne High Tech-Produktion – made im Ländle. Wir haben zum Beispiel viel über die Innovationsidee einer Tannenbaum-Platine erfahren (ja, is’ denn heut schon Weihnachten? – nein, aber durch die abgestufte Bauform lassen sich Schaltschränke leichter und besser bestücken, konfigurieren und warten). Und wir wissen jetzt, warum Ordnung und Platzersparnis im Schaltschrank echte Wettbewerbsvorteile bedeuten (weil mit dem Lütze-Verdrahtungssystem LSC viel Platz bei der Verkabelung gespart werden kann, gibt es eben im ICE3 jetzt die Glasscheibe zum Führerstand, weil mehr Technik auf weniger Platz verbaut werden konnte…). Oder wusstet Ihr schon, dass wir mit der Bahn schneller ankommen, weil die Lütze-Lichtsteuerungsplatinen für Lokomotiven das Umkoppeln der Zugmaschine an Landesgrenzen aufgrund unterschiedlicher Beleuchtungsvorschriften überflüssig machen?
Auch staunten wir nicht schlecht, wie extrem komplex Traceability ist. Denn wir finden es schon beeindruckend, wenn sich Menschen raffinierte Methoden einfallen lassen, um auch Bauteile von der Größe eines Mückenhäufchens (pardon, aber der Vergleich trifft es einfach) zu jedem Zeitpunkt ihres Daseins von der Lieferung über die Veredelung bis hin zum fertigen und ausgelieferten Bauteil im Kundeneinsatz lückenlos rückverfolgbar und z.B. nach den anspruchsvollen Zertifizierungskriterien einer IRIS 02 nachprüfbar zu machen.
Seht Ihr, das finden wir toll. Wenn hinter einer Sache, über die man sich noch nie Gedanken gemacht hat, richtig viel Ingenieurskunst und Denkarbeit für pfiffige Lösungen stecken. Und zwar rundherum: bei Lütze hat man die Kunden und deren Ansprüche genauso wie die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter oder die Umwelt im Blick – und sucht für alles eine clevere Lösung. Gefunden hat man diese auch schon für die NASA, denn auch hier fliegt ein echter Lütze mit… Schaut doch mal auf die facebook-Seiten von Lütze und macht Euch ein eigenes Bild.
Und erzählt uns auch, wann und wobei Ihr das letzte Mal diesen Aha-Effekt hattet – dieses wunderbare „Sendung mit der Maus“-Gefühl, die Welt ein bisschen besser zu verstehen… Wir freuen uns auf Eure Erlebnisse!
P.S.: Wenn Ihr den aktuellen Internetauftritt von Lütze – nun ja – noch ein wenig hausbacken findet: Da arbeiten wir ja gerade am Relaunch – im April 2012 wollen wir live gehen!


